Aktuelles

Aktuelle Informationen zum Corona-Virus

 

Am Jahresanfang 2020 ist der „Corona“-Virus, COVID-19, auch in Deutschland angekommen. Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen sind besonders gefährdet und müssen sich also gut schützen.
Deshalb haben wir für Sie die wichtigsten Infos und Tipps zusammen gestellt:

COVID-19, Corona – was ist das eigentlich genau?

Die Abkürzung „COVID-19“ kommt aus dem Englischen: coronavirus disease 2019
Das bedeutet „Coronavirus-Krankheit 2019“. Das Virus trat zum ersten Mal Ende 2019 in China auf und hat sich von dort aus in die ganze Welt verbreitet. Jeder Mensch kann sich durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion anstecken: Die Viren gelangen dann direkt in die Schleimhäute. Schleimhäute haben wir in Augen, Nase und Mund.
In den meisten Fällen verläuft die Krankheit ohne schwerwiegende Symptome. Für Risikogruppen jedoch, ältere Personen, Menschen mit Behinderung oder chronischen Krankheiten, kann dieser Virus sehr gefährlich sein.

Wie merkt man, dass man sich angesteckt hat?

Das Corona-Virus verursacht verschiedene Symptome, sehr häufig Husten und Fieber. Weitere Symptome können sein: Halsschmerzen, Atemnot, Muskel- und Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen
Kontaktieren Sie bitte Ihren Hausarzt, wenn Sie denken am Coronavirus erkrankt zu sein. Rufen Sie zunächst dort an, um einen Termin zu vereinbaren.
Sie können sich auch an den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnr. 116 117 wenden.
In Notfällen, z.B. bei starker Atemnot, wenden Sie sich an den Rettungsdienst unter der Telefonnr. 112.

Wie kann man sich und andere schützen?

Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, die jede Person ganz einfach befolgen kann:
in den gebeugten Arm husten und niesen und sich dabei von anderen Menschen abwenden, regelmäßig gründlich (30 Sekunden lang) mit Seife die Hände waschen, 2 Meter Abstand zu anderen Menschen halten, einen Mund- und Nasenschutz tragen, niemandem die Hand geben, soziale Kontakte vermeiden und nur für Wichtiges rausgehen (z.B. Einkaufen, Arbeit, Arztbesuch).

Wie ist die Lage im Landkreis Stade?

Stand Sonntag, den  24. Mai 2020, gibt es im Landkreis Stade 19 Menschen, bei denen der Corona-Virus nachgewiesen wurde (neue Fälle). Diese Menschen sind isoliert zu Hause, um niemanden anzustecken.
Die aktuellen Corona-Fälle verteilen sich im Landkreis auf alle Gemeinden und Städte.

Wie muss man sich jetzt verhalten, und wie lange?

Bundesweit gilt eine sogenannte Ausgangsbeschränkung. Das bedeutet, dass man nur dann die eigene Wohnung verlassen soll, wenn es nicht zu vermeiden ist (z.B. für die Arbeit, zum Einkaufen und für einen Arztbesuch). Im Saarland und in Bayern wurden sogar Ausgangssperren verhängt.
Kontakte zu anderen Menschen soll man zwingend vermeiden. Versammlungen/Treffen von mehr als 2 Haushalten sind nicht gestattet. Beim Einkaufen, im ÖPNV und an vielen anderen Orten muss man einen Mund- und Nasenschutz tragen. Außerdem betont die Bundesregierung ausdrücklich, sich regelmäßig und gründlich die Hände zu waschen.
Wie lange diese Anordnungen zu befolgen sind, ist unklar und hängt von der weiteren Verbreitung von Corona ab.

Auf der Internetseite des Landkreis Stade finden Sie alle wichtigen Verfügungen und Empfehlungen:
https://www.landkreis-stade.de/portal/bekanntmachungen/uebersicht-0-20350.html?naviID=901000517&brotID=901000517&rubrik=901000001&bereich=2&no_container_bilder=0&

Was bedeutet das für Schüler und Schülerinnen?

Die wichtigen aktuellen Informationen finden Sie online beim Niedersächsischen Kultusministerium.

Für Schüler und Schülerinnen bis zur 8. Klasse gibt es eine Notbetreuung: Informationen hierzu finden Sie bei der Landesschulbehörde.
Für Schüler*innen in höheren Jahrgangsstufen, die wegen einer Behinderung nicht alleine zu Hause sein können, gibt es auch eine Notbetreuung: Hier greift im Einzelfall eine Härtefallregelung.
Lesen Sie mehr dazu in diesem Artikel der Lüneburger Landeszeitung: Artikel vom 4. April

Welche Unterstützung gibt es, wenn man an Corona erkrankt oder in Quarantäne ist?

Bitte halten Sie sich genau an die Informationen und Empfehlungen Ihres Arztes / Ihrer Ärztin.

Wenn Sie gerade nicht einkaufen gehen können, beantworten Sie für sich folgende Frage:
Wer in meiner Nachbarschaft / Familie / in meinem Freundeskreis kann mir vielleicht helfen?
Zum Schutz der anderen sollten Sie mindestens 2 Meter Abstand halten und körperlichen Kontakt vermeiden.
Manche Lebensmittelhändler bieten zudem einen Lieferservice an.

In Buxtehude gibt es eine Aktion – “Buxtehude hilft”. Nähere Informationen erhalten Sie hier.

Rufen Sie uns gerne an oder schreiben Sie uns eine E-Mail, wenn Sie gerade nicht weiter wissen:
Tel. 04141-788 16 80, E-Mail: info@tabea-stade.de

Der Landkreis Stade hat auch ein Corona-Bürgertelefon eingerichtet: 04141-12 34 56
Montag bis Freitag erreichen Sie dort jemanden zwischen 8 und 18 Uhr, am Wochenende in der Zeit von 9 bis 14 Uhr.

Für Menschen, die psychisch oder seelisch erkrankt sind, ist diese Zeit in Isolation besonders schwierig. Wenn Sie auf folgenden Link klicken, können Sie mehr zu diesem Thema erfahren: Psychische Gesundheit in der Corona-Krise

Was geschieht jetzt mit Anträgen auf Leistungen zur Rehabilitation und Teilhabe?

Die meisten Behörden sind gerade persönlich nicht oder nur eingeschränkt erreichbar. Dennoch sind sie sehr bemüht darum, Antragsstellungen sachgerecht zu bearbeiten.
Ärztliche Begutachtungen werden momentan verschoben. Stationäre Einrichtungen, z.B. Rehakliniken, sind im Augenblick geschlossen. Manche Rehabilitationseinrichtungen sind in die Pandemieschutzpläne bestimmter Regionen als Akut-Krankenhäuser eingesetzt.
Laufende Bildungsmaßnahmen von u.a. Berufsförderungswerken werden entweder online weitergeführt oder unterbrochen.
Informationen zur Sachlage erhalten Sie bei Ihrer zuständigen Rentenversicherung und online unter: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Home/Corona_Blog/coronablog_node.html

Bei Leistungen, die nicht von Ihrer Rentenversicherung bezahlt werden, wenden Sie sich bitte an die zuständige Behörde, z.B. das Sozialamt, die Eingliederungshilfe oder die Krankenkassen.

Welche Unterstützung gibt es für Berufstätige?

Viele Menschen arbeiten jetzt zu Hause im Home-Office oder können gerade gar nicht/nur sehr wenig arbeiten. Viele befinden sich in Kurzarbeit.
Informationen hierzu erteilt Ihnen Ihre zuständige Agentur für Arbeit. Im Internet finden Sie auch Informationen: https://www.arbeitsagentur.de/privatpersonen
Sie können zunächst mit Ihrem Arbeitgeber über die momentane Situation sprechen.

Für Selbständige gibt es zudem eine finanzielle Unterstützung, um den momentanen Verdienstausfall etwas abzufangen. Dazu muss bei der N-Bank ein Antrag gestellt werden: https://www.nbank.de/Blickpunkt/Covid-19-–-Beratung-für-unsere-Kunden.jsp

Wenn Sie gerade wegen Corona nicht ausreichend Geld verdienen können, um Ihre Miete zu bezahlen, müssen Sie sich keine Sorgen machen: Die Bundesregierung sorgt dafür, dass Ihr Vermieter Sie nicht in der jetzigen Lage kündigt.

Wo gibt es weiterführende Informationen?

Im Internet erhalten Sie ausführliche Informationen. Die hier genannten Websites sind einige Beispiele:

Wenn Sie ein Beratungsgespräch wünschen, vereinbaren Sie bitte einen Termin: Sie erreichen uns im Moment telefonisch und per E-Mail.

Halten Sie durch, sorgen Sie gut für sich und bleiben Sie gesund!

Bis bald,

Ihr TABEA-Team

 


Im neuen BTHG ab 1.1.2020 erfolgreich fortgebildet

 

Am 25.09.2019 haben wir uns durch den Buxtehuder Sozialrechtsanwalt Christian Au zum Thema “Das BTHG in Niedersachsen – Neuregelungen ab dem 1.1.2020” weiterbilden lassen.
Wir danken unseren EUTB-Kolleg*innen aus Cuxhaven, Rotenburg, Zeven, Soltau und dem Landkreis Harburg für den tollen fachlichen Austausch und im Besonderen Herrn Au für so viel sehr gut aufbereitetes gebündeltes Fachwissen, das in nur 5 Stunden vermittelt wurde! Gerne wieder! 🙂


Neuregelung der Deutschen Bahn bezüglich des Mobilitätsservice zum 1.2.19

 

„Eine Zugfahrt, die ist lustig. Eine Zugfahrt, die ist schön“, sagt der Volksmund. Ab 1. Februar 2019 gilt das leider nicht mehr für Reisende mit einer gesundheitlichen Einschränkung.
Bislang gab es für Menschen mit Behinderung den Mobilitätsservice der Deutschen Bahn, durch den die Betroffenen bei Voranmeldung beim Ein-, Aus- oder Umsteigen durch eine*n Mitarbeiter*in der Deutschen Bahn kostenlos unterstützt wurden. Ich selbst nutze diesen Service als Rollstuhlfahrerin des Öfteren.
Dieser Service wurde bis 31.01.19 von der Deutschen Bahn zentral organisiert, auch für andere Zugbetriebe. Sämtliche anderen Privatbahnen, wie die Nordbahn oder Start (ehemals Metronom), müssen sich darum ab 01.02.19 selbständig kümmern und einen entsprechenden Service bereitstellen. Übrigens: Diese Änderung wurde mal eben über Nacht beschlossen…
Das heißt für die Fahrgäste, die auf diesen Service angewiesen sind: Mehrere Ansprechpartner für ein Anliegen und viel mehr Planung vorab – ganz einfach unnötig viel Mehraufwand. Vor allem für Menschen, die kognitiv beeinträchtigt sind oder nicht orientiert sind, stellt diese Neuregelung mit Sicherheit große Probleme dar. Barrieren auf der organisatorischen Ebene. Sollte der DB-Mobilitätsservice Barrieren nicht ursprünglich ab- anstatt aufbauen?
Ich ermutige hiermit alle Betroffenen und Angehörigen, die diesen Service nutzen, diese absolut kundenunfreundliche Neuregelung ganz offen bei der Deutschen Bahn anzuprangern. Sehr gerne bieten wir von der EUTB Tabea e.V. Ihnen dabei Unterstützung an.
Es kann im Jahr 2019 doch einfach nicht angehen, dass durch sinnlose Bürokratie Barrieren geschaffen werden. Diese Veränderung wird mit Sicherheit die alltägliche Selbständigkeit vieler Reisender massiv einschränken.
Mehr zu der Neuregelung finden Sie hier: https://www.bahn.de/p/view/service/barrierefrei/mobilitaetsservice-teilnehmer.shtml

In diesem Sinne: Gute Reise!

Kerstin Ankenbrand M.A.
Teilhabeberaterin bei der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung für den Landkreis Stade Tabea e.V.

 


Tabea e.V. feiert das einjährige Vereinsbestehen am 23.11.18 im Pastor-Behrens-Haus

 

v.l.n.r. Therese Wunram Falk und Kerstin Ankenbrand

Am Freitag, den 23.11.18, kamen rund 80 interessierte Menschen im Pastor-Behrens-Haus zusammen, um den ersten Geburtstag des Vereins Tabea e.V. zu feiern.
Haben Sie sich auch schon mal die Frage gestellt, was es eigentlich mit dem Namen „Tabea“ auf sich hat? Steht das „T“ vielleicht für „Teilhabe“, das „B“ möglicher Weise für „Beratung“ und das „E“ für „ergänzend“? Aber was soll denn dann das „A“ in doppelter Ausführung bedeuten? Und wo ist das „U“ für „unabhängig“? Herr Dr. Krarup beantwortete stellvertretend für den Superintendenten des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Stade-Buxtehude diese Frage:
Im Jahr 2017 kamen verschiedene soziale Trägereinrichtungen zusammen, um zur Umsetzung einer Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) einen Verein zu gründen. Dieser sollte natürlich einen schönen und einprägsamen Namen bekommen. Ein Gründungsmitglied wurde in diesem Zusammenhang an eine Geschichte in der Bibel, Apostelgeschichte 10, erinnert, in der es um eine barmherzige, gutmütige Frau namens „Tabita“ oder „Tabea“ geht, die von Petrus im Sterben liegend erneut zum Leben erweckt worden war. Im Landkreis Stade wurde auf diese Weise also der Grundstein für eine besonders barmherzige und gutmütige EUTB gelegt, die Hoffnung vermitteln soll…

Die Vincents-Combo des Vincent-Lübeck-Gymnasiums Stade

Der Landrat, Herr Roesberg, äußerte – stellvertreten von der Dezernentin des Sozial- und Gesundheitsamtes im Landkreis Stade, Frau Brahmst – absolute Aufgeschlossenheit für dieses neue Angebot im Rahmen der Behindertenhilfe: Das Bundesteilhabegesetz (BTHG) hat für einen „Umbruch“ in der Denkweise über und im Umgang mit Menschen mit Behinderung gesorgt.
Diesen Umbruch gestalten wir, die EUTB Tabea e.V., auch zukünftig hoffnungsvoll und lösungsorientiert – bei Bedarf sehr gerne in Kooperation mit anderen Beratungsstellen und Institutionen, unserer per Gesetz definierten Unabhängigkeit entsprechend.

Am 23.11.2018 erreichten uns auch herzliche Grüße aus Berlin, vom MdB Herrn Oliver Grundmann, unseren Schirmherrn: „Tabea e.V. ist einzigartig, kompetent, neutral und objektiv.“ Frau Masthoff, die stellvertretend für Herrn Grundmann ein paar Worte an den Verein richtete, betonte: Beteiligung und Teilhabe ist ein zentrales Menschenrecht für jede*n einzelne*n. Dieses Recht kann, soll und muss eingefordert werden!

Damit dieses Recht für die Menschen mit Einschränkungen auch tatsächlich umgesetzt wird, äußerte ein Vereinsmitglied den Wunsch nach deutlichen Tönen von der Bundesregierung in Berlin: Das BTHG ist „gut gemeint“, aber es muss auch „gut gemacht“ werden…

Wir blicken zurück auf einen sehr schönen Freitagnachmittag mit tollen und prägenden Gesprächen und sagen „Danke“ an all diejenigen, die mit ihrer Anwesenheit diesen Tag zu diesem schönen Erlebnis gemacht haben. Besonderer Dank gilt der Vincents-Combo des Vincent-Lübeck-Gymnasiums für die geniale musikalische Begleitung – Ihr wart klasse!

 


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